Pressemitteilung vom 07.11.2018

Kiel braucht Kurswechsel beim Umgang mit Altlasten.

Die Berichterstattung über den Ölaustritt aus demWrack der „Giddy Up“ im Hafen Stickenhörn machtfür die Kieler Rathaus-Kooperation deutlich, dass im Umgang mit Altlasten ein Kurswechsel unverzichtbar ist. Arne Stenger (Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen), Max Dregelies (SPD-Ratsfraktion) und Dr. Ingmar Soll (FDP-Ratsfraktion) loben zwar das Eingreifen der Feuerwehr bei dem gesunkenen Segler, aber:„ Auch wenn es sich hoffentlich nur um eine kleine Menge Öl gehandelt hat, macht der Fall deutlich, dass es ein Abwarten bei Altlasten und Umweltverschmutzungen nicht geben darf.“ Ein Streit um finan-zielle Zuständigkeiten dürfe nicht dazu führen, dass ein Schiffswrack im Hafen liegen bleibt. „DerSchutz der Umwelt und auch die Gefährdung, die durch das Wrack für andere Schiffe entstehen, machenes unverzichtbar, dass ein derartiges Wrack unverzüglich geborgen wird“, machen Arne Stenger, Max Dregelies und Dr. Ingmar Soll deutlich. Und: „Die Frage der Kosten ist danach ebenso unmittelbar zuklären wie die Verteilung der selbigen und die Haftbarkeit des Verursachers.“Auch an anderen Stellen im Kieler Stadtgebiet würden Altlasten teilweise seit Jahren lediglich überwacht. Dies könne – je nach Bodenverhältnissen undhydrologischer Situation – als unproblematischgelten. Entwicklungen wie jetzt bei der „Giddy Up“ machten aber deutlich, dass die Einschätzung derSituation auch falsch sein kann. Arne Stenger, Max Dregelies und Dr. Ingmar Soll fordern deshalb eintransparentes Kataster für die Altlasten im KielerStadtgeiet und ein Konzept zur Sanierung der Altlasten: „Unabhängig von Zuständigkeiten müssen die Altlasten mit dem höchsten Umweltgefährdungspotential schnell saniert werden.“

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